The money my friend is blowin in the wind.

So würde Bob Dylan heute singen. Sonne und Wind machten im Januar und im Februar mächtig schlapp. Der Strom wurde nicht nur knapp, er kam aus Kohle, Gas und Uran und musste trotzdem aus Italien zugekauft werden. Frankreich konnte Deutschland wegen des hohen Eigenbedarfs nicht beliefern. Die Versorgungssicherheit in Deutschland stand auf dem Spiel

Ohne Kohle, Gas und Uran geht es offenbar nicht. Schließlich sorgen deren Betreiber für die immer verfügbare Grundlast. Doch die reichte Anfang dieses Jahres nicht mehr aus, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Die großen Kraftwerksunternehmen haben in den letzten Jahren viele Anlagen stillgelegt. Mit Wind lässt sich mehr Geld verdienen.

Warum ist das so? The answer is blowin in the wind. Die EEG-Umlage macht`s möglich. Sie steigt in 2017 auf ein neues Rekordhoch auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Vor Steuern natürlich.

Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht ca. 4500 Kilowattstunden pro Jahr und zahlt dafür derzeit etwa 1.350 €. Darin enthalten sind 310 € allein für die EEG-Umlage. Das ist derzeit Ihr jährlicher Beitrag für den Erhalt und Ausbau der alternativen Energien. Dieses Geld wird z. B. sofort durchgereicht an die Betreiber von Windkraftanlagen. Diese erhalten nämlich für jede Kilowattstunde, die sie ins Netz einspeisen einen über 20 Jahre garantierten Festbetrag, nämlich 8,28 Ct/kWh. Der aktuelle Preis dagegen betrug an der Strombörse in Leipzig am 18. Februar2017 4,01 Cent/kWh.

Und wenn Sie nun meinen, Sie hätten sich an der sog. Ökologischen Windkraft hinreichend beteiligt, dann haben Sie sich schwer getäuscht.

Denn, wenn der Wind heftig bläst, entstehen in Deutschland gewaltige Überkapazitäten, die von den Stromnetzen nicht abgeführt werden können und vor allem auch gar nicht gebraucht werden. Deshalb müssen Windkraftanlagen abgeschaltet werden. Die Betreiber aber erhalten auch dann eine Einspeisevergütung, obwohl sie keinen Strom ins Netz liefern. Sie erhalten also Geld dafür, dass sie keinen Strom ins Netz bringen, aber hätten bringen können. Ihre Anlagen befinden sich im Stand-by-Modus und liefern keinen Strom, der aber trotzdem bezahlt wird. Beantragen Sie doch einmal Kindergeld dafür, dass Sie kein Kind gezeugt haben, es aber hätten tun können. Dann verstehen Sie den groben Unfug mit der Windkraft.

Nun aber kommt es richtig Dicke: Die großen Energieversorger, die die Grundlast bereitstellen für den Fall, dass Wind und Sonne in die Knie gehen, fordern nun genauso eine Einspeisevergütung dafür, dass ihre herkömmlichen Anlagen nicht laufen. Auch sie fordern eine EEG-Umlage für den Strom, den sie hätten liefern können, aber nicht ins Netz einspeisen. Also: Geld für Stand-by. Die Forderung gilt doch zurecht, oder? Wir streben doch alle nach dem Gleichheitsgrundsatz. Doch dann wird es richtig teuer. Die EEG-Umlage durchbricht die Schallmauer von 20 Cent/kWh. Und Sie blasen mit Ihrem 4 Personen Haushalt 900 € in den Wind. Jahr für Jahr!

Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen. Wenn ganz Deutschland mit Windkraftanlagen zugepflastert wird, brauchen wir trotzdem die konventionellen Energieträger. Und Sie als Verbraucher werfen Ihr Geld in den Wind.

Viel Spaß dabei

Clemens Bernemann

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>